HomeMatic Bilder über Telegram pushen - UPDATE fix

Update 2: scheinbar klappt es bei einigen Usern noch immer nicht, oder nicht mehr, Bilder von IP-Kameras zu speichern und dann per Telegram Nachricht zu versenden. Bei mir hat es auf meiner ziemlich vollgestopften CCU2 immer funktioniert.
Jetzt, da ich ja aufgrund der Covid Ausgangsbeschränkungen, wie viele Österreicher immer zuhause sein muss, habe ich mir die Zeit genommen und mich ein wenig genauer mit der Thematik beschäftigt. Und da niemand lange um den "heißen Brei" herum lesen möchte, komme ich gleich zur Sache: Dass es auf meiner CCU2 funktioniert hat, liegt daran, dass sie aufgrund des "mit Skripten und Programmen vollgestopften Zustandes" in ihrer Abarbeitungsgeschwindigkeit ziemlich gebremst war. Darum funktionierte es auch in ein und demselben Skript, die Bilder von den IP Kameras abzuholen und im /tmp/ Ordner zu speichern und sie nur zwei Zeilen weiter im Skript per Telegram API zu versenden.
Die Bilder waren einfach noch nicht fertig im Filesystem gespeichert und die unvollständigen Dateien wurden schon gesendet.
Hier die einfache Lösung:
Das Skript in zwei separate Teile zerlegen und nach einander mit einer Verzögerung von ein bis zwei Sekunden abarbeiten lassen:


Im ersten Skript werden jetzt lediglich die IP-Cams aufgerufen und die Bilder als Dateien gespeichert. Im zweiten Skript wird, wie schon zuvor die Telegram API aufgerufen. Jedoch wird das zweite Skript 1-2 Sekunden später gestartet. Dann sind schon alle Files gespeichert und kommen auch über Telegram an...

getestet auf CCU2, RaspiMatic (sollte auch auf der CCU3 klappen)

Homematic Aktor Schnellreparatur (Dimmaktor RS485)


Zum Thema "Alterung und Homematic Smart Home" habe ich wieder einen kleinen Beitrag beizusteuern. Vielen Dank an Fritz für die Aufbereitung und Analyse. 
Wie im letzten Post "Homematic Aktor Schnellreparatur", geht es auch dieses Mal wieder um ein Gerät der Smart Home Serie.  Es handelt sich um den Dimmer Aktor mit der Bezeichnung "HMW-LC-Dim1L-DR". Das ist ein Phasenanschnitt Dimmer Aktor für Glühlampen und Niedervolt Halogenlampen mit konventionellem Transformator. Auch viele moderne LED-Lampen lassen sich mit diesem Dimmer steuern. Der Aktor gehört der "wired" Reihe an, was bedeutet, er ist nicht über das BidCos Funkprotokoll mit der CCU verbunden, sondern über den RS485 Bus. Die Stromversorgung für die Datenkommunikation bekommt der Aktor von einem 24V Netzteil. Damit wird auch der µC im Aktor versorgt. Die Netzseite wird mittels Optokoppler von der Niedervoltseite mit Steuerdaten versorgt.  So ist die galvanische Trennung gewährleistet. Auf der Netzseite befindet sich einer Dimmer Controller Baustein, der wiederum den Triac steuert. Dieser Controller muss mit einer Spannung von ca. 15V versorgt werden. Um die zu erzeugen, hat der Hersteller einen Kapazitiven Spannungsteiler eingebaut. Und hier beginnen die Alterungsprobleme....

Das Fehlerbild äußert sich wie folgt: Die angeschlossene Lichtquelle lässt sich nicht dimmen beziehungsweise einschalten. Der Dimmer kommuniziert jedoch korrekt mit dem Bus. Die rote Funktions Led leuchtet korrekt. Die Befehle für "Aus" und "Ein" per Taster werden auch in der CCU angezeigt.
Schaltplan der Netzseite auf der "Hauptplatine"

defekter 330nF X2 Kondensator
Die Ursache: Der IC U2008, ein Dimmer-Control Baustein wird laut Datenblatt mit einer Spannung von DC 15V versorgt. Die Versorgungsspannung war in diesem Fall aber deutlich kleiner (bei ca. 5,8V) Diese Versorgungsspannung wird den 330nF / 275V X2 Kondensator C4 gemacht. Optisch ist der Kondensator in einwandfreiem Zustand, jedoch eine einfache Kapazitätsmessung zeigt schnell, dass hier nichts mehr passt. Der Kondensator C4 hatte nur mehr eine Kapazität von ca. 30-40nF. Es ist also wie so oft -> Der Kondensator war´s  :D

Dimmermodul Seitenansicht
Nach Austausch war die Spannung am U2008 wieder ok und der Dimmer verrichtet wieder seinen Dienst. Präventiv wurden auch noch die zwei weiteren auf dem Board befindlichen X2 Kondensatoren (C1 47nF/275V und C2 100nF/275) erneuert.
 
Einbauorte von C1 und C2

Homematic Nachrichten per Telegram UPDATE

Update: bei mir war auch die Pfadangabe zum "curl" Befehl das Problem. Mit Angabe des "pseudo" absoluten Pfades zum Befehl wurde er nicht mehr gefunden. Siehe unten:

es genügt, den curl Befehl direkt aufzurufen, also anstelle von : ....State("extra/curl -s -k https://api.telegram.org/bot"#botAPI#"/sendMessage.....
die Pfadangabe "extra/" entfernen, je nach CCU Variante und Cuxd Version, also:  ...... State("curl -s -k https://api.telegram.org/bot"#botAPI#"/sendMessage .....

Wer sich nicht sicher ist, wo das Commando liegt, am besten im cuxd oder über SSH nachsehen...
Update Ende.


In den Kommentaren zum Beitrag "Nachrichten pushen mit Telegram" wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass die Pushnachrichten nicht mehr gesendet werden. Zuerst dachte ich es gibt irgendwelche grundlegende Änderungen bei der Telegram Api. Aber dem war nicht so. Also habe ich noch einmal ein Skript zusammengebastelt. Um zu debuggen, habe ich einen gesamten String aus einzelnen Teilen zusammengebaut. Das ist zwar alles andere als schön, aber es lässt sich leichter nachvollziehen was funktioniert oder eben nicht. Auch den Pfad zum curl-Kommando habe ich vollständig angegeben. Mit dem folgenden Beispiel Skript funktioniert bei mir die Textausgabe wieder:

 string msg = "Hallo Telegram";  
 string chatid = "123456789";                     
 string botAPI = "987654321:AABBCCDDEEFFGGGHHIIJJKKLLMMNNOOPPQQ";   
 string request;  
 string command1 = "/usr/local/addons/cuxd/curl -s -k https://api.telegram.org/bot"; !#botAPI#   
 string command2 = "/sendMessage -F text="; !#msg#   
 string command3 = " -F chat_id="; !#chatid#  
 request = command1+botAPI+command2+msg+command3+chatid;  
 dom.GetObject("CUxD.CUX2801001:1.CMD_EXEC").State(request);  

Dann sollte alles wieder klappen....

Tennis Spielekonsole von Tommytronic


Als "On Table" oder "Tabletop" bezeichnet man diese Art von Spielekonsolen. Genauer gesagt handelt es sich um eine Tennis-Spielekonsole aus dem Jahr 1979/80 von der Firma Tommytronic.
Dieses Gerät habe ich wieder zu einem sehr günstigen Preis im Online - Flohmarkt erstanden. Es wurde mit der Eigenschaft "Funktion unbekannt - wird als defekt verkauft" angeboten. Da musste ich einfach zuschlagen und es erwerben.
Mit den Abmessungen von ca. 24 x 22 x 6 cm hat es eine doch beachtliche Größe. Hinter dem grünen Spielbildschirm verbirgt sich ein VFD-Display (Vaccum-Floureszenz-Display). Das benötigt zum Betrieb auch ordentlich Energie. Darum wird die Energieversorgung mit vier Stück 1,5V Babyzellen realisiert.
Die Spielhandlung ist einfach. Man kann gegen den Computer oder gehen einen zweiten Spieler ein Tennismatch bestreiten. Die beiden Spieler können sich je Spielfeldseite in zwei vertikalen und drei horizontalen Positionen bewegen. Der Schläger ist in jeder Mannposition in drei Stellungen animierbar. Die Animation des Tennisballs wird durch insgesamt 42 einzeln ansteuerbare Balldarstellungen realisiert.  Der Punktestand je Spielfeld wird durch je zwei Siebensegment-Digits dargestellt. 

Anzeigeröhre mit allen Spielpositionen

Im Inneren des Elektronikspiels arbeitet ein µPD552, ein 4 Bit Single Chip Microcomputer vom Hersteller NEC Microcomputers. Die Ausgänge des D552er können ein Fluoreszenz Display ohne weitere Treiberbausteine direkt ansteuern. Die Spannungsversorgung ist auf bis maximal 10V ausgelegt. Die Gitter des VFD können mit maximal 35V getrieben werden.  Der uPD552 wurde in PMOS - Technik gefertigt (p-type metal-osxide semiconductor) und ist mit dem Instructionset der µCom-44 Familie kompatibel. Er beherrscht 58 Instuktionen und  hat einen Interrupt Eingang. Diese 4 Bit Single Chip Microcomputer wurden damals in fast allen Handheld Spielkonsolen verbaut. Die Taktfrequenz liegt bei 260kHz bzw. bei 360kHz im "Pro" Modus. Somit ist der "Schwierigkeitsgrad" schaltbar.

Platine des Tennis Spiels
Um die hohe Spannung für das VFD Display zu erzeugen, wird mit Hilfe eines Schaltwandlers gearbeitet. Er erzeugt aus der Spannung der vier in Reihe geschalteten Monozellen die maximal 35V. (gemessen hab´ ich die Ausgangsspannung aber nicht - die 35V ist die Spannungsfestigkeit der Ausgänge des Prozessors - also höher sollte sie nicht sein).

Schaltwandler für die Versorgung des VFD
Um ein perfektes Spielerlebnis zu erhalten, hat man auf eine Tonausgabe der Konsole nicht verzichtet. Ballgeräusche und Faults werden als Pieptöne über einen Piezokristall wiedergegeben. Während der Restaurierungsarbeiten an der Spielkonsole habe ich ein paar Fotos gemacht, die den Aufbau und das Innebleben darstellen.




Smartes Licht mit Philips und Ikea


Von der Firma Philips wird das smarte Lichtsystem mit der Bezeichnung "hue" angeboten. Es handelt sich dabei um Lampen und Leuchten, die über integriertes Funkmodul von einem Zentralgerät, oder auch Gateway genannt ("hue bridge") gesteuert werden können. Steuern bedeutet, dass die Lampen (solange sie mit Netzspannung versorgt sind) in Ihrer Helligkeit gedimmt, aus- und eingeschaltet und je nach Ausstattung auch in ihrer Lichtfarbe geändert werden können. Das Zentralgerät (die "hue-bridge") ist dabei über eine LAN Schnittstelle mit dem im Haus befindlichen Internetrouter verbunden. Es ist sozusagen der Server für die Lampen. Die Kommunikation zwischen der Bridge und den Lampen findet über das Funkmodul statt. Hier hat Philips den ZigBee Standard implementiert. ZigBee wird übrigens auch bei vielen anderen Herstellern eingesetzt.





Um nun eine smarte Lampe mit der Bridge zu verbinden, benötigt man ein Terminal um auf die Bridge zugreifen zu können. Da ja heutzutage fast jeder auch ein Smartphone besitzt, ist es ein Einfaches, dieses als Konfiguration- und Steuerterminal zu verwenden. Die Hersteller haben, passend zu ihren Bridges, eine "App" zur Verfügung gestellt, über die die Einrichtungsvorgänge einfachst zu realisieren sind. So muss eine neue Lampe nur eingeschaltet sein und in der App unter "Einstellungen -> Lampeneinstellungen -> Leuchte hinzufügen", gewartet werden, bis die Lampen in Funkreichweite gefunden werden. Dann können sie im Netzwerk verbunden, benannt und in Gruppen arrangiert werden.


Auch die Homematic CCU bietet mit den aktuellen Firmware-versionen einen Zugriff auf Bridges zweier Hersteller. (Es werden die Bridges von Philips HUE und Osram Lightify unterstützt). So können die smarten Lampen auch über Homematic-Skripten und Programme gesteuert werden.
Jede Firma bringt also zu seinen smarten Lampen und Leuchten ein passendes Gateway mit.
Aber wie sieht es aus, wenn man in ein Hue-System eine Ikea - Trådfri Lampe integriert, oder es zumindest versuchen möchte? Ganz einfach - es klappt.  Voraussetzung ist nur, die Ikea Lampen in den Werkszustand zu versetzen. Auch das ist ganz einfach. Das Leuchtmittel in eine passende Fassung drehen und den Strom zur Lampe einschalten.  Jetzt die Lampe AUS - und wieder Einschalten. Und das insgesamt 6x in kurzen Abständen (ca. 500ms). Nach dem letzten "Aus - Ein" sollte die Lampe langsam in der Helligkeit schwanken.  Jetzt kann sie im Hue-Gateway angelernt werden.

Somit stehen alle Smarten Leuchtmittel, die im Hue-System angelernt sind, auch im Homematic System zur verfügung.

VW/Audi Handyadapter USB Buchse Umbau

Antennenplatine
Für viele VW und Audi Modelle gibt es als Zubehör eine universelle Handyladeschale für Mittelarmlehne. Diese Ladeschale ermöglicht es, die Antenne des Handys über eine in der Ladeschale integrierte Patch-Antenne zu koppeln und mit der Fahrzeugantenne zu verbinden. Dazu genügt es, das Telefon oder Smartphone einfach in die Schale zu legen und die Antenne ist gekoppelt. Diese "Schale" besitzt unter einer Klappe auch einen USB Anschluss. Wenn man hier einfach ein beliebiges USB-Handyladekabel anschließt (z.B. USB auf USB-C) dann wird nichts passieren. Das Handy wird nicht geladen. Dafür kann man entsprechende Kabel als Zubehör erwerben.


 
Antennenplatine entfernt

Man kann diese "Ladeschale" aber auch öffnen und sehen was in dem Gehäuse steckt und sich selber eine Lösung basteln. Dann sollte es möglich sein, jedes USB Kabel anzustecken und nicht wieder eines erwerben zu müssen. Zumal ja schon jeder etliche Kabel zu Hause hat. Also raus mit den Schrauben (sind übrigens Torx) und 'runter mit dem Deckel.

Unter dem oberen Gehäusedeckel kommt eine schwarz lackierte Platine zum Vorschein. Diese stellt die Antennenstruktur dar und ist mit an den Enden verschmolzenen Kunststoff Bolzen befestigt.

Ist die Antennenplatine gelöst, so kann man sie vorsichtig herunterheben. Das Koaxialkabel ist an der Platine festgelötet. Man sollte also nicht zu fest daran ziehen.

Jetzt können die Schrauben des darunter liegenden Boards entfernt werden. Die Platine ist jetzt frei. Auf Ihr befindet sich unter anderen auch die DC-DC Converter Schaltung für die Stromversorgung der USB-Buchse.

Wenn man die Schaltung genauer untersucht so gibt es keine direkte Verbindung zum Minuskontakt der USB-Buchse. Die Masse des DC-Converters liegt am Shield der USB-Buchse an. Der Pluskontakt stimmt.

Eine kleine Modifikation schafft Abhilfe. Im Bild unten sind die Änderungen eingekreist.

An der rot markierten Stelle befindet sich ein SMD Kondensator. Diesen habe ich ausgelötet und damit er nicht verloren geht und ich ggf. wieder Rückbauen kann, an einer Seite an dem darunter befindlichen Kondensator festgelötet. (er befindet sich jetzt funktionslos an der grün markierten Position. An dessen ursprüngliche Stelle (rote Markierung) habe ich ein kleines Stück Draht gelötet. Dieser stellt eine niederohmige Verbindung zwischen dem Minus-Pin der USB Buchse und dem Schirm dar. Somit wird der USB Port auch ohne spezielles Kabel mit Energie versorgt.

Weihnachten 2019

Bild von simardfrancois auf Pixabay
Das fünfte Bloggerjahr ist vollendet. Bisher ist es mir gelungen mindestens einmal im Monat einen Beitrag zu verfassen. Die Ideen für Beiträge gehen natürlich auch nicht aus.
Die Zugriffe von realen Personen, also Ihr, die Ihr den Blog lest oder reinschaut, steigen gemächlich an. (Das zeigt zumindest die Google Statistik) Auch die kleine Umfrage auf der Startseite beweist, dass Ihr hier rein seht. VIELEN DANK für eure Teilnahme.
Parallel zu dem Blog habe ich mir vor einiger Zeit eingebildet, auch auf den Social-Media-Zug aufzuspringen und einen Instagram-Kanal erstellt. (@ingmarsretro) Dort poste ich Fotos von technischen Dingen, die mir so unterkommen und auch Content vom Blog.  Interessanter Weise haben den Kanal auch schon knapp 920 User abonniert.
In diesem Sinn...

Fröhliche Weihnachten und schöne Feiertage!