Dieses Blog durchsuchen

Das Sturmglas - die Wettervorhersage

Einige Zeit ist nun schon wieder seit dem letzten Blogeintrag vergangen. Das schiebe ich zum einen auf einiges an Arbeit, sowohl beruflich und auch privat, so dass einwenig die Energie zum Bloggen fehlte. Die letzten Tage ist aber das schöne Wetter schuld. Die Zeit verbrachte ich lieber mit dem Motorradfahren statt hinter dem PC zu sitzen... Doch eine kleine Spielerei habe ich mir auch wieder geholt.
FritzRoy Sturmglas

Ein Arbeitskollege hat mir davon erzählt und bei einem großen Internetversandhaus wurde ich schnell fündig. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes FritzRoy-Sturmglas.
Bekannt ist ein Sturmglas schon seit langer Zeit aus der Seefahrt. Dort wurde es zur Vorhersage von Wetteränderungen verwendet. Das Sturmglas ist ein mit zwei Flüssigkeiten gefüllter und hermetisch verschlossener Glaszylinder. Die Flüssigkeiten sind meist Campher und Alkohol in gesättigter Form, die sich nicht vermischen, sondern kleine Kristalle bilden. Die Bildung dieser Kristalle steht in einem Zusammenhang mit der Wetteränderung.
Lange Zeit glaubte man, dass die Kristalle auf Änderung des Luftdrucks reagieren. Neuere Forschungen weisen angeblich darauf hin, dass die Kristalle auf elektromagnetische Felder, sogenannte "Sferics", reagieren. Diese Sferics entstehen vorzugsweise in Tiefdruckgebieten.
Also zeigt das Sturmglas das Herannahen eines Tiefdruckgebietes und somit das Schlechtwetter an.


Die Tabelle (aus der CarloMilano Bedienungsanleitung) zeigt die unterschiedlichen Kristall-Wetterzusammenhänge.
Kristalle als Wettervorhersage




Klare FlüssigkeitDas Wetter wird sonnig und klar
Flockige FlüssigkeitEs wird bewölkt. Niederschlag ist möglich
Kleine FlöckchenEs wird neblig oder feucht
Kleine SternchenEin Gewitter steht an
Kleine Sternchen an einem schönen WintertagEs wird schneien
Große FlockenEs wird bedeckt. Schnee ist möglich
Viele Kristalle auf dem BodenEs gibt Frost
Kristalle an der OberflächeEs wird stürmisch

Mini Kassettenrecorder SILVA SW-105

SILVA SW-105
Aus den frühen 90ern stammt dieser kleine Kassetten-Radiorecorder. Er wurde unter der Bezeichnung "SILVA SW-105" verkauft und glänzte mit folgenden technischen Leistungen:
  • Spannungsversorgung: DC 4,5Volt (mittels 3 Stück AA-Batterien oder einer externen 4.5V Spannungsquelle)
  • Leistung: 35mW je Kanal an den Kopfhörern und je 200mW an den im Gerät eingebauten Lautsprechern
  • Kassettenlaufwerk: 4-Spur, 2Kanal Stereo (2Spuren je Laufrichtung des Bandes)
  • Ausgangsimpedanz: 32Ohm Kopfhörer, 6 Ohm an den Lautsprechern
  • Empfängerteil: Band AM 525-1605 kHz, FM 87.5 bis 108 MHz
  • Graphischer Equalizer: 5Band (in Form von Schiebereglern) je +/- 10dB
  • Abmessungen: 155x87x40 mm (BxHxT)
Der Kleine Radiorecorder verfügt über eine ALC-Aufnahmeautomatik. Besonders angepriesen wurde folgende Eigenschaft: "Das Gerät verfügt über die Möglichkeit der Lautstärkenveränderung während des Mithörens bei der Aufnahme..." Als Quellen für die Aufzeichnung auf Kassette kann sowohl das AM/FM Empfangsteil dienen, als auch ein eingebautes Mikrofon.

Optional ist es auch möglich, die Batterien gegen NiCd Akkumulatoren der Bauform AA zu ersetzen und diese dann per externer 4.5 V Spannungsquelle wieder aufzuladen. Dafür muss am Gerät lediglich ein "Ladeschalter" umgeschaltet werden.

Eine am Gerät angebrachte Teleskopantenne dient zur Verbesserung des UKW Empfanges. Wird das Gerät jedoch als "Walkman" im mobilen Bereich benutzt, so kann das Anschlusskabel der Kopfhörer die Funktion der Antenne übernehmen. "Für einen guten Mittelwellenempfang ist lediglich die Ausrichtung des Gerätes anzupassen, da hier intern eine Ferritantenne verbaut ist." (no na)







Eine alte Dose...

...aus dem Fundus von Großmutters Häuschen ist diese Instant-Pulverdose.

Der Beitrag hat diesmal zwar nicht viel mit Technik zu tun, jedoch ist mir diese Blechdose aufgrund des Alters und der Designergrafik aus vergangenen Zeiten aufgefallen. Darum müssen hier ein paar Bildchen davon rein. Man sieht sowas schließlich nicht mehr sehr häufig.
Wie auf dem Foto zu erkennen ist, handelt es sich bei der Instant-Pulverdose um die Verpackung von Ovomaltine.
Ovomaltine enthält die Zutaten Gerstenmalz, Milchpulver, fettarmen/entölten Kakao, Molkepulver, Glukosesirup, Hefe und Honig. Aus den Namen der Zutaten setzt sich auch der Name Ovomaltine zusammen: ovum (lat. Ei) und malt (engl- Malz). Der hohe Anteil Malz gibt der Ovomaltine ihren typischen Geschmack. Wie das Pulver von Instant-Kakaogetränken ist Ovomaltine nach dem Einrühren in kalte oder warme Milch trinkfertig. (wikipedia)

Die Dose stammt laut online Recherche aus den Jahren 1954-1961 und wurde nach dem zweckmäßigen Gebrauch von meinen Großmutter anscheinend als Aufbewahrungsgefäß für Mottenkugeln verwendet :)





Neues aus dem Labor

Microchip unter Mikroskop ca. 1x1mm mit Anschlussleitungen
Eigentlich gehört es nicht in einen Retroblog. Es hat nämlich nichts mit "Retro" zu tun. Es ist brandaktuell. Und worum es geht, ist den nächsten paar Zeilen zu entnehmen.
"ES" ist ein Einblick in das SI-Labor (SI=Systems Integration) und was wir hier so machen.

 Im Rahmen eines aktuellen Projektes des Interact Josef Ressel Centers (siehe Projektwebsite) wurden in unseren Labors Platinen zur Messung und Spezifikation von Microchips entworfen. Ebenso werden die vom Team der Interact-Gruppe, unter Leitung von Hrn. Dr. Sturm hergestellten Microchips mit einem sogenannten Wedge- bzw- Ballbondgerät mit Golddrähten zur Leiterplatte verbunden. Die Drähte haben dabei einen Durchmesser von 17um (=0,017mm) bzw. 25um(=0,025mm).
Bondgerät mit 17um Draht

 Nachdem die alle benötigten Kontakte des Chips mit der Platine verbunden sind, können erste Messungen durchgeführt werden. Um möglichst genaue Messwerte vom Chip zu erhalten, werden ganz kritische Signale mit kalibrierten Prüfspitzen direkt vom Chip abgenommen bzw. eingespeist. Würden die Messsignale über die Leitungen der Printplatte geführt, so können verschiedene elektrische und physikalische Effekte (parasitics) die Messwerte erheblich verfälschen. Das Messen direkt am Chip passiert natürlich unter dem Mikroskop mit einem sog. Needleprober. Da hier alles manuell von Hand eingestellt wird, ist höchste Präzision und Konzentration angesagt. Eine kleine Unachtsamkeit oder Vibration kann die mehrere tausend Euro teuren Prüfspitzen sofort zerstören.
Needleprober mit zwei Prüfspitzen

Prüfspitzen auf Chip aufgesetzt. Oben sieht man die Bonddrähte
Nachdem nun die Messungen am Chip direkt durchgeführt worden sind, kann die Printplatte selbst gemessen werden. Ihre Charakteristik wird dann in die gesamte Messung einbezogen (deembedding).
Die Printplatte selbst ist aus sehr dünnem und ziemlich flexiblem Material. Das ist aber für weitere Messungen nicht von Vorteil. Da hier oft viele Kabel und Leitungen angeschlossen werden, würde sich die Platine von Messung zu Messung anders biegen. Das wiederum beeinflusst auch schon wieder die Ergebnisse. Also haben wir mit dem Gedanken gespielt, für die Platine einen Rahmen, oder ein Gehäuse zu fräsen. Da dieses mechanisch auch wieder sehr filigran und umständlich herzustellen ist, hat unser 3D-Printer Spezialist Herr Wehr (Website) die Produktion mit eben einem 3D-ABS-Drucker angeboten.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Um dem Gehäuse eine RF-Schirmung zu verpassen, wird es mit einem leitfähigen Lack überzogen...

1.Versuch - Prüfung der Maßhaltigkeit

2.Versuch mit Platine (noch ein paar Änderungen nötig)

3.Versuch (Die Boards sind verbunden)

Walkman City Bummler aus den 80ern

Aus den frühen 1980er Jahren stammt der “City Bummler” ein mobiles, tragbares Kassettenabspielgerät – kurzgesagt ein Walkman. Das bekam ich damals während meiner Mittelschulzeit als Geschenk zu Weihnachten. Die Besonderheit an diesem Gerät war ein eingebautes Mikrofon und zwei Kopfhöreranschlüsse. Man konnte also zu zweit Musik hören und wenn man sich etwas sagen wollte, ohne den Kopfhörer abnehmen zu müssen (oder auch die Lautstärke zu reduzieren), so musste man nur auf eine orange-farbigen Taste drücken und die Interkom war aktiv. Verkauft wurde das Gerät als preisgünstige “Nachbau” Version des ersten Walkman von Sony, dem TPS-L2 der am 1.Juli 1979 auf den Markt kam. Der Citybummler wurde von UNIVERSUM über den Quelleversand vertrieben.
City-Bummler

Das Gerät wurde im Karton mit Kopfhörer, Kassettentasche und Tragetasche mit Gurt geliefert. Zum Betrieb wurden drei 1.5V Batterien der Größe AA benötigt. Die Lautstärkenregelung ist mit zwei getrennten Schiebereglern ausgeführt, so dass jeder Kanal getrennt ausgesteuert werden kann.

Leider hat der Citybummler die letzten 35 Jahre nicht ganz unbeschadet bestanden. So ist im Laufe der Zeit der Kassettendeckel abgebrochen, den ich dann in meiner Jugend durch einen selbergebastelten Weißblechdeckel ersetzt habe. Irgendwann hat mir dann die Gehäusefarbe nicht mehr gefallen und ich hab das Gerät grün angemalt. (oder hatte ich gerade nur grüne Farbe zur Hand).
Zumindest existiert der “Bummler” noch und: Er funktioniert auch noch.


Ich war daraufhin im Web auf der Suche nach einem gut erhaltenen, im Originalzustand befindlichen CityBummler. Jedoch ist das Angebot äußerst gering und die wenigen Angebote auf Online – Auktionshäusern sind aufgrund der immensen Versandkosten nicht interessant.


Doch ein Kompromiss und gleichzeitig ein neues Stück in der Sammlung ist der FELLOW FE-1 Walkman. Den habe ich günstigst und voll funktionstüchtig über eine Gebrauchtwarenbörse bekommen.
Fellow FE-1

Auch der Fellow ist ein Klon des Sony TPS-L2. Er unterscheidet sich im Wesentlichen in der Anordnung der Tasten des Laufwerks.


links: Fellow FE-1  rechts: CityBummler

beide Geräte im Vergleich







Philips Automatic Cassette Recorder

Diesmal ist es leider nur die Bedienungsanleitung.  Und zwar von einem Philips Cassetten-Recorder der Typen N2207 bzw N2208.Das Gerät wurde ab dem Jahr 1976 gebaut. Es handelt sich dabei um ein Aufzeichnungs- und Wiedergabegerät für Compactaudiocassetten. Es ist für Netz- und Batteriebetrieb (mit 6Stück 1.5V Batterien) ausgelegt und kann somit auch unterwegs verwendet werden. Die Tonaufzeichnungen sind über ein eingebautes Kondensatormikrophon oder über einen externen Audioeingang (5pol  DIN-Buchse) möglich. ... Hier das Handbuch: PhilipsN2207