Ein Taschenradioempfänger, der auch schon einige Jahre sein dasein fristet, ist das kleine Gerät des Herstellers SANYO. Das Gerät dürfte aus den den späten sechziger- (1965 ??) bis frühen siebziger Jahren stammen.
Es handelt sich dabei um einen AM/FM Empfänger, mit den kompakten Abmessungen von 7cm Breite, 11,5cm Höhe und einer Tiefe von 3,5cm und nennt sich SANYO SOLID STATE. Ein Lautsprecher mit 5,5cm Durchmesser und eine 3,5mm Mono- Klinkenbuchse geben den Klang wieder.
Das Gerät trägt die Modellbezeichnung 8F-891 und hat einen Frequenzbereich von 87-108MHz im FM-Band und 530-1600kHz im Mittelwellenband. Die Energie bezieht der Empfänger aus einer 9V Blockbatterie.
Seitlich am Gehäusedeckel ist eine ausklappbare Teleskopantenne angebracht. Ebenso ist die Lautstärken- und Sendereinstellung von hier zugänglich. An der Rückseite ist ein Schiebeschalter für die Umschaltung zwischen den Empfangsbändern angebracht.
Das Innenleben besteht aus einer sehr dicht gepackten Platine. Bestückt ist die Platine mit acht Transistoren. Der Lautsprecher hat eine Impedanz von 60Ohm und eine Leistung von 0.3Watt. Trotz der langen Zeit ist dieses kleine Radio heute noch voll funktionstüchtig. Zum Lieferumfang gehörte auch eine Lederimitat-Schutzhülle.
Immer wieder kommt es vor, dass bei Rechnern, vorwiegend bei
Notebooks und Laptops, nach einiger Betriebszeit Systemabstürze und
Graphikfehler entstehen. Diese Graphikfehler äußern sich meistens als
farbige Linien am Bildschirm, oder ungewöhnlichen Zeichen und
Artefakten, die plötzlich auftreten. In sehr vielen Fällen ist das auf
einen Fehler der GPU (Graphic Processing Unit) also den Graphikprozessor
zurückzuführen. Da der je nach Bildschirmauflösung und Komplexität
seiner Rechenoperationen thermisch sehr heiss wird, kann es zu mehreren
Phänomenen kommen:
die Kühlung des Rechners ist durch verstaubte und blockierte Luftwege eingeschränkt
die
Wärmeleitpaste zwischen dem Prozessor und der Heatpipe ist vertrocknet
und spröde und kann die Wärme der Die-Cores nicht an die Pipe übergeben
der Rechner ist falsch aufgestellt (z.Bsp. auf Polstern oder Decken), sodass Lüftungsöffnungen blockiert sind
All das führt zu einer starken Erwärmung bzw. Überhitzung der GPU. Die ist ja meist intern mit einem Schutz versehen und schaltet sich ab, bevor sie stirbt. Der Chip besteht aber aus einem Substrat (einem Trägermaterial mit den vielen Anschlüssen BGA (BallGridArray) und dem eigentlichen Chip, dem Die, also dem Halbleiter). Um die unzähligen Anschlüsse von so einer GPU nun auch nach außen führen zu können, muß das Substrat um einiges größer sein als der Die. Und genau da entsteht das Problem. Der Die, also der Kern erwärmt sich und den Bereich des Substrats auf dem er liegt nun erheblich mehr, als den restlichen Bereich des Substrates. Dieses Erwärmen und Abkühlen verursacht auch eine thermische Längenänderung des Substratmaterials. Diese ist aber nicht homogen. Jetzt kann man sich vorstellen was mit den hunderten Balls (also den Zinnbällen mit denen das Substrat elektrisch zum Mainboard verbunden ist) passiert. Die werden durch die ständige thermomechanische Beanspruchung auch gestresst und beginnen irgendwann zu brechen. Dabei genügt es oft schon, wenn ein Ball keine saubere Verbindung mehr zum Mainboard herstellt. Dann führt das zu Ausfällen und Graphikfehlern.
Man findet im Netz oft viele Tips und Tricks, solcher Probleme Herr zu werden. Manche Leute nehmen einen Haarfön und braten mit heisser Luft auf den BGA Chip, in der Hoffnung, ein Neuverbinden der Zinnverbindungen auszulösen. Manche legen das ganze Mainboard in den Pizzaofen und backen es. Wenn man es etwas professioneller angehen will, so kann man, wie in diesem Fall, mit einer Rework-Lötanlage den BGA nachlöten.
Die besten Varianten sind allerdings, den Chip zu reballen, also den Chip auszulöten und jegliches Zinn von Mainboard und Chip zu entfernen, danach den BGA-Chip mit neuen Zinnballs versehen und dann wieder auf das Mainboard zu löten. Die allerbeste Variante ist es, die GPU komplett zu erneuern. Jedoch sind diese beiden Möglichkeiten eine Preisfrage und bei älteren Laptops und Notebook sicher nicht mehr rentabel.
Also stelle ich hier das Nachlöten (resoldern) des BGA Chips mit Hilfe der Rework-Lötstation von ERSA (IR550) vor.
Zuerst muss der Rechner zerlegt und das Mainboard freigelegt und
ausgebaut werden. Hierbei ist es besonders wichtig, vorher alle
Energiequellen (Akku) zu trennen und zu entfernen!
Hier ist das Kühlsystem schon demontiert. Man sieht die trockene und spröde Wärmeleitpaste an den DIEs der CPUs und Bridge IC´s.
Ein klassisches Beispiel für einen schlechten Airflow :D
Ist das Mainboard nun ausgebaut, wird der betroffene Baustein entlang
seiner Kante mit Flussmittelgel bestrichen. Das wird später beim
Erhitzen dünnflüssig und durch die Kapillarwirkung unter den Baustein gesogen.
Dort sorgt es dann wieder für einen verbindungsfreudigeren Lötprozess.
Jetzt kann das Mainboard in der Lötanlage platziert und ausgerichtet werden.
Der Lötvorgang wird vollständig vom Rechner gesteuert. Hier ist es
wichtig, ein Temperatur und Zeitprofil zu erstellen, das den Erwärmungs-
und Abkühlvorgang entsprechend der Baustein-Lötspezifikation erfüllt.
Ist der Lötprozess vollendet, kann man nach dem Reinigen sämtlicher, mit
der Kühlung zusammenhängenden Teile, mit dem Zusammenbau beginnen.
Ebenso muss die alte Wärmeleitpaste vorsichtig entfernt und durch neue
ersetzt werden.
Das Video zeigt den hier beschriebenen Lötprozess.
Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und schon ist wieder eine kleine Arbeit der letzten Tage online. Dieses Schätzchen habe ich wieder als "überholungsbedürftig" günstigst ergattert. Die Uhr war in einem relativ guten Zustand. Auf den ersten Blick fehlte nur ein Stück der Torsionsfeder, bzw. war sie abgerissen und die Reste total verdrillt und geknickt. Die Befestigungsteile der Feder waren glücklicherweise da.
Die Uhr dürfte einst in einem starken Raucherhaushalt gestanden sein, denn sie roch wie ein voller Aschenbecher und die Glasscheiben waren mit einer gelblichen Nikotinschicht überzogen. Also, wie üblich nach der ersten Sichtung erstmal alles zerlegen und mit Reinigungsbenzin und Pinsel bzw. auch Glasfaserpinsel die Einzelteile von den verharzten Ölresten und Nikotinschichten befreien. Leider meinen manche Besitzer, dass viel Öl im Räderwerk auch viel hilft und alles wieder flutscht. Deshalb wird anscheinend gern und viel mit allem was griffbereit ist, geschmiert. Das gibt dann bald eine schöne, klebrige Schicht, die dann genau das Gegenteil eines leichtlaufenden Rades bewirkt. Auch ist die Zugfeder interessanterweise immer bis auf den allerletzten Anschlag aufgezogen ... Also zuerst immer Feder entspannen und dann mit dem Demontieren beginnen. Die Reinigung war diesmal recht mühsam und langwierig... ich werd´mir echt einmal ein Ultraschallbad organisieren müssen (in den Foren liest man immer wieder davon - scheint ja ein perfektes Reinigungsgerät zu sein...)
Doch irgendwann war alles gereinigt und ich konnte das Werk wieder zusammenbauen. Es handelt sich übrigens um eine "Schatz 400" mit der 53 auf der Rückenplatine. Das Ziffernblatt hat einen Druckmesser von 80mm. Die Uhr ist in einem Laternengehäuse mit drei Glasscheiben untergebracht und hat die Gesamtabmessungen von: 13x11x20cm (BxTxH). An der Bodenplatte befinden sich drei in der Höhe einstellbare Schrauben um die Nivellierung durchzuführen. Ein Hebel an der Bodenplatte fixiert bei Bedarf das Pendel.
Nach dem Zusammenbau fehlte jetzt nur noch eine neue Pendelfeder. Da ich hier keine Ahnung hatte, welche Federstärke für diese Uhr notwendig ist, habe ich in den Foren gesucht - und Dank eines sehr hilfsbereiten Forenmitgliedes - die passende Info und gleich einen Bestell-Link bekommen. Die Schatz 400 53er benötigt eine 'Horolovar 0.0023" = 0.058mm' Feder. Zufälligerweise hatte ich noch genau die passende in meiner Sammlung und konnte die Uhr komplettieren. Im Link habe ich eine Liste mit gängigen Uhren und den dazu passenden Federn.
Jetzt kam die sehr zeitaufwendige Einstellarbeit. Die richtige Position des Ankers und die Nulllage des Mitnehmers auf der Feder sowie dessen Position ist ausschlaggebend für ein fortlaufendes Werk. Ansonsten pendelt die Uhr aus und bleibt nach einiger Zeit stehen. Läuft das Werk dann einmal, kann mit der Ausladung der Pendelgewichte die Ganggenauigkeit eingestellt werden. Ich mache das immer im "Eintagesryhthmus" und sehe um wieviel schneller oder langsamer sie in 24 Stunden läuft und stelle dann tageweise nach. Nach ca. einer Woche läuft sie dann schon ziemlich genau...
Und hier ein kurzes Video nach der Restauration ...
Ein Projekt, das schon seit einigen Jahren in der Werkstatt herumliegt und
bei dem ich mich nie zum Weitermachen motivieren konnte, ist ein
selbstgebastelter UKW Radioempfänger mit einer Röhrenendstufe. Da ich
aus Kindertagen noch einiges an gesammelten Elektronenröhren aufbewahrt
habe, ist mir irgendwann einmal in den Sinn gekommen mit diesen Röhren
etwas zu basteln. So habe ich vor nun schon fast 15 Jahren begonnen, aus
2 Stück Endpentoden EL84 und einer Doppeltriode ECC83, einen AB
Verstärker aufzubauen. Als Grundplatte habe ich ein Stück
Pertinaxplatte zugeschnitten, darauf die drei Röhrensockel montiert und
auf der Unterseite alles fliegend verlötet.
Die Verschaltung der Komponenten habe ich nach folgendem Schaltplan
aufgebaut. Der Schaltplan ist mit der freien
Schaltungssimulationssoftware LT-Spice erstellt worden.
LT-Spice Schaltplan des Verstärkers
Die Verschaltung der Komponenten habe ich nach folgendem Schaltplan
aufgebaut. Der Schaltplan ist mit der freien
Schaltungssimulationssoftware LT-Spice erstellt worden.Um die hohe
Anodenspannung von 250 bis 300V bei knapp 48mA an den Lautsprecher zu
bringen, bedient man sich eines Impedanzwandlers in Form eines
Transformators. Es gibt Berechnungstabellen, nach denen man einfach
einen Transformator dimensionieren und wickeln kann. Während meiner
Schulausbildung habe ich die Berechnung und Dimensionierung von
Übertragern und Transformatoren einmal ziemlich ausführlich erlernt,
doch mangels Anwendungsbedarf auch wieder ziemlich schnell verlernt oder
vergessen.(oder doch ein Problem des Alterns??) So hat sich der Griff
zu den Dimensionierungstabellen und -rechnern als sehr praktisch und
zielführend erwiesen... In meinem Fall habe ich einen EI78 Kern mit
2x0,5mm Luftspalt ermittelt und mit knapp 6000Windungen bei 0,2mm Cu auf
der Primärseite und knapp 200 Windungen bei 0,7mm auf der Sekundärseite
gewickelt.
Dann ging´s an den Zusammenbau der Komponenten: Zuerst
habe ich die Pertinax-Platte zugeschnitten und Löcher für die
Röhrensockel gebohrt.
Jetzt können die Röhrensockel eingebaut werden. Die großen Siebelkos
habe ich auch durch die Grundplatte gesteckt und auf der Rückseite mit
einem "Drahthaken" verankert, um sie später einfach anlöten zu können.
Der Brückengleichrichter soll die Anodenspannung gleichrichten...
Das Drahtgewirr im folgenden Bild zeigt die fertig verlöteten und mit Bauteilen bestückten Sockel der Trägerplatte.
Von der anderen Seite sieht das ganze schon einwenig aufgeräumter aus...
Hier ist die Trägerplatte und der Impedanzwandler schon in ein
formschönes, handgefertigtes Holzgehäuse (an dieser Stelle vielen Dank
an Patrick und seinen Onkel für das Bauen des Holzgehäuses) eingebaut.
Nun konnte ein erster Funktionstest des Verstärkers stattfinden.
Jetzt musste ich provisorisch die Spannungsversorgungen für das
Röhrensystem herstellen. Für die 6.3V Heizspannung der Röhren war ein DC
Labornetzgerät ausreichend. Die Anodenspannung erzeugte ich mit dem
einstellbaren Trenntransformator, den ich für den ersten Versuch auf ca
170VACeff einstellte. Das ergibt eine Gleichspannung von ca
240VDC an den Anoden. Ein kleiner 8Ohm Lautsprecher an der Sekundärseite
des Impedanzwandlers sollte dann für den Hörgenuss sorgen... Die
Audioquelle war einfach der Kopfhörerausgang des Mobiltelefons... Und
siehe da, es tönte aus dem Lautsprecher und sogar gar nicht so
schlecht...
Jetzt, oder zumindest wenn die Zeit es wieder erlaubt, sind folgende Punkte zu lösen bzw. zu bauen:
Stromversorgung
(Anode und Heizung) ... habe hier noch keine andere Lösung als selbst
wieder einen Trafo zu wickeln, der zwei Sekundärwicklungen hat ... (wird
aber viel Kupfer)
Das Empfängermodul (hier habe ich geplant mit
dem TDA7000 IC und einer Schaltung mit Kapazitätsdiode im
Parallelschwingkreis die Senderabstimmung zu machen, um mit einem Poti
die Sender einzustellen. Danke an Matthias für die Spende der TDA7000er
Eine Anzeigeeinheit für die Frequenz (hier stelle ich mir ein Punktearray aus Leds vor ... )
Frohe Weihnachten an alle Besucher des Blogs!
Ein Jahr ist nun vergangen seit ich mit dem "Technik- und Retroblog" begonnen habe und es sind doch einige Beiträge entstanden.
Der eine oder andere hat sich auch hierher verirrt und vielleicht auch einen interessanten Beitrag entdeckt. Auf jeden Fall wird es mit dem Bloggen weitergehen und wenn es die Zeit erlaubt auch eine weitere Rubrik mit und über Computer aus den 80er Jahren aus der 8 Bit Zeit.
Ein nettes kleines Teil für gerade einmal dreizehn Euro ist mir diesmal untergekommen.Es nennt sich "SINGBOX" und
ist ein UKW-Radioempfänger der in Fernost verkauft wird und auch über
online-shops hier zu bekommen ist. Das Teil hat die Abmessungen von 12 x
7 x 3 cm und wiegt knapp 220 Gramm. Eine kleine Teleskopantenne mit
drei Segmenten sorgt für einen vernünftigen UKW - Empfang. Das Gerät ist
aber nicht nur ein Radioempfänger, nein - es kann auch MP3. Ein
seitlich eingebauter Micro-SD Kartenslot kann MicroSD Karten bis 16GB
Kapazität lesen und darauf befindliche MP3-Dateien abspielen. Der kleine
Lautsprecher kann mit seinen 2Watt ordentlich Lärm machen. Die Energie
bezieht der Empfänger aus einer LiIon Batterie mit 3.7V/800mAh die sehr
stark an die in Chinahandys verbauten Akkus erinnert. Die Batterie kann
über die eingebaute Mini USB-Buchse geladen werden.
Im Bild ist die 3.7V / 0.8Ah Batterie zu sehen. Sie kann, wie auch bei
vielen Handys aus China üblich, einfach entnommen und getauscht werden.
Singbox mit eingelegter Batterie
Auf der Frontseite des Gerätes befindet sich ein LC-Display, das Rot
beleuchtet ist und an die 7-Segment Led-Anzeigen aus früheren Zeiten
erinnert. Das Display zeigt die UKW-Frequenz, Play/Pause von MP3 und den
Batterieladezustand an.
Über die sechs Tasten, können die Sender gesucht, bzw. weitergeschaltet
werden. Die Betriebsmodi (Radio/Player) werden über "Mode" umgeschaltet .
Play/Pause ist selbsterklärend.
Seitlich findet man einen AUS/EIN Schiebeschalter, der den
Batteriestromkreis vollständig trennt. Die Lautstärke wird über ein
klassisches Drehpotentiometer eingestellt. An die3.5mm Klinkenbuchse
kann ein Kopfhörer angeschlossen werden. Die USB-Buchse dient zum Laden
des Akku und der MicroSD-Slot nimmt Datenträger mit MP3 files auf (die
SD-Karte muss FAT oder FAT32 formatiert sein).
Die technischen Daten:
Hersteller
Singbox
Model
SV-936
Type
Portable
Farbe
Rot
Material
ABS
Interner Speicher
keiner
Speichersystem
MicroSD
Max. Speicherkapazität
16GB
Media Format
MP3
Maximale Leistung
2W
Impedanz
4ohm
Signal to Noise Ratio(SNR)
80dB
Interface
3.5mm jack / 1 x Mini USB / 1 x TF card slot
Radio
FM Radio
FM Frequenz
70~108MHz
Batterie
External 800mAh
Die
Verarbeitung ist von mäßiger Qualität, der ABS-Kunststoff wirkt billig.
Das Gehäuseteile sind nicht sehr präzise gefertigt, sodass das Gerät
schnell umkippt. Technisch jedoch funktioniert es aber anstandslos und
kann vor allem im Outdoorbereich am See, oder beim Lagerfeuergrill als
Hintergrunduntermalung genutzt werden. Mehr kann man sich für 13 Euro ja
auch nicht erwarten.